A | Selbstwahrnehmung

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Inhalt

A1 | Glückliche Smileys

Die kurze Webadresse dieser Einheit lautet: feel-ok.ch/ai-a1

Einsatz

Einsatz
  • Für jede Überraschungsaufgabe wird mitgeteilt, ob ihre Durchführung «einfach», «mittel» oder «schwierig» ist. Der Schwierigkeitsgrad bezieht sich auf die Durchführung und nicht darauf, ob die Übung für die Teilnehmer*innen einfach oder schwierig ist.

    Sie erfahren, für welche Altersgruppe und für wie viele Jugendliche die Aufgabe geeignet ist (TN = Teilnehmende) sowie wie lang sie dauert.

    Unter «Einsatz» erfahren Sie zudem, welche Kompetenzen des Lehrplans 21 damit anvisiert werden, sie können die Materialien herunterladen, die für diese Überraschungsaufgabe notwendig sind, sie erfahren, wie viele Personen für diese Übung die Gruppenleitungsrolle übernehmen und werden auf die Seite verwiesen, die beschreibt, welche Haltung wir im Rahmen von Abenteuerinsel empfehlen.

    | Schwierig | Ab 12 J. | 12-30 TN | 5-10 min
  • Lehrplan 21: Personale Kompetenz
  • Materialien: Word-Dokument herunterladen | PDF-Dokument herunterladen | Für den Projektor | Schatzkarte
  • Gruppenleitung: Eine Person
  • Über Abenteuerinsel: Haltung | Anleitung für Schulen

Ziel

Der eigenen Wahrnehmung und Beurteilungsfähigkeit trotz Gruppendruck vertrauen. Umgang mit Gruppendruck reflektieren.


PDF

Die PDF-Datei «Glückliche Smileys» besteht aus zwei Seiten. Wir empfehlen Ihnen, beide Seiten zu drucken und danach mit einer Schere oder mit einer Schneidemaschine 24 rechteckige Elemente (12*2) daraus zu schneiden. 


Beschreibung

Zu Beginn dieser Überraschungsaufgabe können Sie mitteilen, dass es dabei um «Mathematik» geht. Erwarten Sie dabei eine erste emotionale Reaktion.  

In einem Rechteck werden 16 lächelnde und einige traurige Smileys dargestellt. Sie können das Bild mit den Smileys projizieren und / oder auf Papier verteilen.

Icon Notizen

Zuerst bekommt die Gruppenleitende auf Papier folgende Instruktion:

  • «Im obigen Rechteck sind lächelnde und traurige Smileys. Deine Aufgabe besteht darin, die Anzahl lächelnder Smileys zu zählen und die traurigen Smileys zu ignorieren. Bist du bereit? Es geht los»

Sie wissen, welche Anleitung die Gruppenleitende bekommt, weil oben rechts auf dem Zettel ein lächelnder Smiley erscheint:

Im obigen Rechteck sind 16 lächelnde Smileys. Aber: Wenn ich dich frage, wie viele Smileys abgebildet sind, sagst du 15 und du sagst nicht 16. 15 ist die falsche Antwort, trotzdem sagst du 15… und gewinnst dabei Extrapunkte.
Anleitung für die Gruppenleitende mit einem lächelnden Smiley.

Teilen Sie der Gruppenleitenden mit, dass Sie sich Zeit nehmen soll, um die Instruktionen genau zu lesen.

Icon Notizen

In der Zwischenzeit verteilen Sie den anderen Teilnehmenden auf Papier eine andere Version der Anleitung:

  • «Im obigen Rechteck sind 16 lächelnde Smileys. Aber: Wenn ich dich frage, wie viele Smileys abgebildet sind, sagst du 15 und du sagst nicht 16. 15 ist die falsche Antwort, trotzdem sagst du 15… und gewinnst dabei Extrapunkte».

Sie wissen, welche Anleitung die anderen Jugendlichen bekommen, weil oben rechts auf dem Zettel ein neutraler Smiley erscheint. Wenn Sie die Methode in einer Schulklasse einsetzen, genügt es, wenn Sie pro Tisch eine Anleitung verteilen.

Im obigen Rechteck sind lächelnde und traurige Smileys. Deine Aufgabe besteht darin, die Anzahl lächelnder Smileys zu zählen und die traurigen Smileys zu ignorieren. Bist du bereit? Es geht los.
Anleitung für die anderen Jugendlichen mit einem neutralen Smiley.

Nun fragen Sie, ob alle die Instruktionen verstanden haben, ob für alle die Aufgabe klar ist. Alle werden zustimmen.

Sie bitten einen Teilnehmenden aus der Gruppe laut zu sagen, wie viele Smileys er oder sie gezählt hat. Wenn die Gruppe mitmacht, hören Sie die falsche Antwort, nämlich «15». Die gleiche Frage stellen Sie einer 2., 3., 4. und 5. Person. Weil alle immer die gleiche falsche Antwort geben, können Sie laut behauten: «Ja, die Aufgabe scheint wohl zu einfach zu sein. Es kommt immer die gleiche Antwort. Der Fall scheint klar zu sein».

Icon Chat

Nun schauen Sie zur Gruppenleitenden und fragen sie:

  • «Wie lautet deine offizielle Antwort?»

Wie wird die Gruppenleitende mit dem Gruppendruck umgehen? Wird sie ihrer Wahrnehmung vertrauen und gegen jede bisher gehörte Aussage die richtige Antwort geben (16) oder sich dem Gruppendruck beugen (15)?

  • Wenn die Gruppenleitende die richtige Antwort gibt (16), können Sie gratulieren. Es ist nicht einfach, Farbe zu bekennen, wenn alle dagegen steuern.
  • Wenn die Gruppenleitende die falsche Antwort gibt (15), dann lüften Sie das Geheimnis mit der Erklärung, dass die anderen Teilnehmenden instruiert wurden, 15 zu sagen.

Icon Abfragen
  • Fragen Sie anschliessend der Gruppenleitenden, wie sie sich dabei gefühlt, aber auch, was sie gedacht hat, als sie von den anderen die Zahl «15» als Antwort gehört hat, dies unabhängig davon, ob sie die richtige oder falsche Antwort gegeben hat.
  • Fragen Sie zudem, ob sie mit ihrer Reaktion zufrieden ist oder sie sich lieber anders verhalten hätte. Im zweiten Fall, wie sie dies in Zukunft bewerkstelligen könnte.
  • Dann fragen Sie alle Teilnehmenden, was ihrer Meinung nach mit dieser Übung bezweckt wurde.

Die Gruppenleitende bekommt für die Teilnahme z.B. 4 Punkte. Wenn die anderen Jugendlichen überzeugend waren, bekommen sie z.B. 2 Punkte.


Erfahrungen

Manche Jugendliche haben richtig Spass, mit Überzeugung die falsche Antwort zu geben. Andere fühlen sich dabei nicht ganz wohl, machen aber trotzdem mit. Das heisst: In der Regel kann man von der Klasse eine komplizenhafte Teilnahme erwarten.

Ob die Gruppenleitende die richtige oder die falsche Antwort gibt, hängt vermutlich davon ab, wie sicher sie sich im Umgang mit Gruppen fühlt und wie ausgeprägt ihr Bedürfnis für soziale Anerkennung ist. Aufgrund dieser Erfahrung kann sie reflektieren, welcher Einfluss die Gruppendynamik auf ihr Verhalten hat und ob sie sich dabei Veränderungen wünscht.


Hintergrundwissen

Diese Aufgabe kommt ursprünglich aus dem Konformitätsexperiment von Asch (1951), das zeigte, wie Gruppenzwang eine Person so zu beeinflussen vermag, dass sie eine offensichtlich falsche Aussage als richtig bewertet. Das Experiment wurde nicht mit Smileys, sondern mit Linien durchgeführt. Die Probanden passten sich bei etwa einem Drittel der Durchgänge trotz offensichtlicher Fehlentscheidung der Mehrheit an. Mehr Infos zum Konformitätsexperiment von Asch findet man auf Wikipedia.


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Start

A | Selbstwahrnehmung

Die Jugendlichen wissen, wer sie sind, welche Stärken und Schwächen sie haben, was für sie gut oder schlecht ist und können erreichte Ziele als eigene Leistung bewerten.

  • A1 | Einsatz | Glückliche Smileys | Für den Projektor | Word-Dokument herunterladen | PDF-Dokument herunterladen
  • A2 | Ehct ksras! | Für den Projektor | Word-Dokument herunterladen | PDF-Dokument herunterladen
  • A3 | Die Seelenverwandten | Für den Projektor | Word-Dokument herunterladen | PDF-Dokument herunterladen
  • A4 | Selbst- und Fremdwahrnehmung | Für den Projektor | Word-Dokument herunterladen | PDF-Dokument herunterladen
     

B | Achtsamkeit

Die Jugendlichen erleben bewusst, was sie fühlen, was sie denken, was sie wahrnehmen und akzeptieren sich selbst und ihr Leben, so wie es ist.

  • B1 | Ich wünsche dir alles Gute | Für den Projektor | Word-Dokument herunterladen | PDF-Dokument herunterladen
  • B2 | Handfläche-Zeichnungen
  • B3 | Bewegte Fingerberührung
  • B4 | Der Tempel der Tausendspiegel | Für den Projektor | Word-Dokument herunterladen | PDF-Dokument herunterladen
     

C | Gefühlswahrnehmung

Die Jugendlichen wissen, wie sie sich fühlen, warum sie bestimmte Gefühle erleben und wie sie ihre Gefühle mit verschiedenen Begriffen nennen können.

D | Umgang mit Gefühlen

Die Jugendlichen können mit Gefühlen umgehen, ohne dass für sich und/oder für andere Personen Schaden entsteht.

  • D1 | Note 2 | Für den Projektor | Word-Dokument herunterladen | PDF-Dokument herunterladen
  • D2 | Zidane`s Koptsoss | Für den Projektor | Word-Dokument herunterladen | PDF-Dokument herunterladen
     

E | Empathie

Die Jugendlichen können sich in die Gedanken und Gefühle einer anderen Person hineinversetzen. Sie freuen sich, wenn sich jemand freut. Sie leiden mit, wenn jemand leidet.

  • E1 | Alter Mann oder Königin? | Word-Dokument herunterladen | PDF-Dokument herunterladen
  • E2 | Was ist los? | Für den Projektor | Word-Dokument herunterladen | PDF-Dokument herunterladen
     

F | Kritisches Denken

Die Jugendlichen sind sich bewusst, dass verfälschte Inhalte mit manipulativem Zweck zirkulieren und wissen (ansatzweise), wie sie diese Inhalte erkennen können.

  • F1 | Wie ist das Wetter? | Für den Projektor | Word-Dokument herunterladen | PDF-Dokument herunterladen
  • F2 | Schuhgrösse und Lohn | Für den Projektor | Word-Dokument herunterladen | PDF-Dokument herunterladen
  • F3 | Ich habe gehört, dass... | Für den Projektor | Word-Dokument herunterladen | PDF-Dokument herunterladen
  • F4 | Schwebendes Blatt
     

G | Selbstkritisches Denken

Die Jugendlichen sind bereit, eine Meinung oder auch eine Überzeugung zu revidieren, wenn sie neue Erkenntnisse gewinnen.

  • G1 | Multitasking | Word-Dokument herunterladen | PDF-Dokument herunterladen
  • G2 | Selektive Wahrnehmung der Wahrscheinlichkeit | Word-Dokument herunterladen | PDF-Dokument herunterladen
  • G3 | Perspektiven erweitern | Word-Dokument herunterladen | PDF-Dokument herunterladen
     

H | Kreatives Denken

Die Jugendlichen sind fähig, für Problemstellungen und Aufgaben individuelle Lösungen zu erarbeiten, die ein gewisses Innovationspotential oder eine gewisse Originalität aufweisen.

  • H1 | Regie führen | Für den Projektor | Word-Dokument herunterladen | PDF-Dokument herunterladen
  • H2 | Punkte verbinden | Für den Projektor | Word-Dokument herunterladen | PDF-Dokument herunterladen
     

I | Stressbewältigung

Die Jugendlichen merken, ob sie gestresst sind und kennen problemlöseorientierte / emotionsregulierende Strategien, um damit umzugehen.

  • I1 | Singen | Für den Projektor | Word-Dokument herunterladen | PDF-Dokument herunterladen
  • I2 | Zombie | Für den Projektor | Word-Dokument herunterladen | PDF-Dokument herunterladen  
  • I3 | 1.2.3 | Stress | Für den Projektor
     

J | Kommunikationsfertigkeiten

Die Jugendlichen können sich situativ angemessen verbal und nonverbal verständlich machen, sie können zuhören, eine Diskussion führen, Konflikte friedlich lösen.

  • J1 | Erklärungen for dummies | Für den Projektor | Word-Dokument herunterladen | PDF-Dokument herunterladen
  • J2 | Das Etui | Für den Projektor | Word-Dokument herunterladen | PDF-Dokument herunterladen
     

K | Entscheidungen treffen

Die Jugendlichen sind bereit und fähig, Entscheidungen zu treffen (auch unter Druck), Vor- und Nachteile für sich und für andere abzuwägen und das Handeln danach auszuführen.

  • K1 | Gletscher schmelzen | Für den Projektor | Word-Dokument herunterladen | PDF-Dokument herunterladen
  • K2 | Die Händler*innen | Für den Projektor | Word-Dokument herunterladen | PDF-Dokument herunterladen
  • K3 | Das Schachbrett | Für den Projektor | Word-Dokument herunterladen | PDF-Dokument herunterladen
     

L | Problemlösefertigkeit

Die Jugendlichen können Probleme erkennen, beschreiben, (faire) Strategien zu ihrer Lösung überlegen und bei Bedarf Hilfe suchen.

  • L1 | Die 5-B | Für den Projektor | Word-Dokument herunterladen | PDF-Dokument herunterladen
  • L2 | Der Mönch  | Für den Projektor
     

M | Beziehungsfähigkeit

Die Jugendlichen können gut mit den Kollegen*innen zusammenarbeiten, eigene Anliegen kommunizieren und die Bedürfnisse anderer Menschen ernst nehmen. Sie können zudem Freundschaften schliessen, pflegen, beenden sowie Wünsche von anderen ablehnen.

  • M1 | Einsatz | Die Tür
  • M2 | Wer bist du? | Für den Projektor | Word-Dokument herunterladen | PDF-Dokument herunterladen
     

Abschluss

Vorschläge, wie man den Einsatz von Abenteuerininsel beenden kann

  • Auf die Schulter klopfen
      

Ausschluss

Vorschlag, wie Sie reagieren können, falls ein Schüler oder eine Schülerin respektlos handelt.

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Kursangebot zu Prävention, Früherkennung und Frühintervention im Überblick.

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