Ursachen von Essstörungen

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Völlig übertrieben

Schlanksein wird heute mit Schönheit, Glück und Erfolg gleich gesetzt. Kein Wunder, dass gewisse Menschen alles dafür tun, schlank zu sein. Sie realisieren nicht, dass das heutige Schönheitsideal völlig übertrieben ist und Essstörungen auslösen kann.

Wir streben heute nach völlig verzerrten Schönheitsidealen. Heutige Models haben einen BMI zwischen 16 und 19 (sie sind also untergewichtig) und Hollywood-Stars tragen Kleider der Grösse Size Zero. Dabei vergessen wir, dass manch ein Model und Hollywood-Star an einer Essstörung leidet, die nichts mehr mit „Schönheit“ zu tun hat!

Werbefachleute, Modemacher und Trendsetter prägen das heutige Schönheitsideal tagtäglich in Zeitschriften, auf Plakaten, in Schaufenstern von Kleidergeschäften, im Kino, am TV und auch im Internet.

Sie geben damit vor, was als „normal“ und „schön“ zu gelten hat. Das Schönheitsideal vermittelt uns, dass alles möglich ist, wenn die richtigen Dinge gekauft und angewandt werden. Dann ist man irgendwann auch mal so schön wie die Menschen in den Zeitschriften und auf den Plakaten.  

Was nicht gesagt wird: Die Bilder in den Zeitschriften und auf den Plakaten – auch wenn es Bilder sehr schöner Frauen oder Männer sind – werden heute praktisch ausnahmslos mit Hilfe von Computern nachbearbeitet! Das Top Model Cindy Crawford sagte einmal: "Die Frauen wundern sich, wieso sie nicht so aussehen wie wir. Sie wissen nicht, dass auch wir nicht so aussehen."

Kunstfiguren wie z.B. Lara Croft, die superschlank ist und gleichzeitig eine gewaltige Oberweite hat, verkörpern zudem ein Schönheitsideal, das der Natur der Frau völlig entgegengesetzt ist.

Viele junge Frauen und Männer leben ständig mit dem Gefühl, nicht schön genug zu sein. Das belastet und lässt das Selbstvertrauen schwinden. Sogar untergewichtige und normalgewichtige, meist weibliche Jugendliche bezeichnen sich selbst verächtlich als „dick“ und „fett“. Sie entwickeln eine Wut auf den eigenen „unvollkommenen“ Körper und beginnen mit Diäten (°) – und rutschen manchmal so in eine Essstörung hinein.

Schönheit und Schlankheit sind aber nicht dasselbe! Weibliche Rundungen können z.B. sehr attraktiv wirken. Früher galten breite Hüften und grosse Brüste als schön, denn sie wurden als Zeichen von Fruchtbarkeit angesehen.

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